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Brauchtum: Herbst bietet Gelegenheit zur Begegnung mit „Geistern“ in Flammen und Licht
Ob Gruselgeschichte oder Schloss-Romantik; ein prasselndes Kaminfeuer ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Kulisse, die bei ihrem Betrachter wahlweise wohlige Schauer oder Erinnerung an romantische Abende zu zweit auslöst. „Es ist interessant“, sagt Markus Schwab, „aber der Anblick eines offenen Feuers lässt niemanden unberührt.“ Der 40-Jährige ist Mitglied einer Gruppe von Wohnwerkern, die sich im Umland der Fußball-Metropole Kaiserslautern zusammengefunden haben, um „das Wohnen zurück zu den Menschen zu bringen.“ Dabei kommt, so Markus Schwab, den Elementen „Feuer“ und „Holz“ eine besondere Bedeutung zu.
Eine Ursache sieht der gelernte Kachelofen- und Luftheizungsbauer in
der ursprünglichen
Funktion des Feuers, das für die Menschen früher Kulturen
gleichbedeutend war mit Wärme und Licht. Letzteres bietet – in Form von
Straßenbeleuchtung und Taschenlampe - bis zum heutigen Tage Schutz vor
möglichen Gefahren, die in der Dunkelheit lauern.
„Feuer hat Metall geschmolzen und dafür gesorgt, dass Nahrung
genießbar wurde,“ sagt Markus Schwab. Dieser „Zauberkraft“ seien unsere
Vorfahren oft mit
gläubiger Verehrung begegnet. Zu einem festen Platz im kulturellen
Verständnis der Menschen habe auch die zerstörerische Wirkung des
Feuers beigetragen. Der Respekt, den unsere Ahnen dem gezähmten
„Naturwesen“ entgegen brachten, habe sich in Brauchtum und zahlreichen
Sprichworten erhalten. „Das Feuer ist ein guter Diener, aber ein
schlimmer Herr“, zitiert Markus Schwab. Nach Ansicht des
Handwerks-Meisters bietet der Herbst eine ideale Gelegenheit, um diese
alte Gedankenwelt neu zu entdecken. Viele Bräuche und Feiertage, die
das Ausgehen des Sommers begleiten, hätten ihren Ursprung in dem Wunsch
der Menschen, Licht und Wärme als eine Art von Abwehrzauber gegen die
„Dämonen des Winters“ zu bewahren.
Einige fernöstliche Philosophien gehen davon aus, dass der Fluss von
Lebensenergie, das so genannten Qi, Einfluss auf das Wohlbefinden der
Menschen hat. Dass der bedachte Umgang mit Feuer und Holz auch Einfluss auf die
Einrichtung und Gestaltung von
Wohnräumen hat, bestätigt der Fachmann auf Nachfrage. Einige
fernöstliche Philosophien gehen davon aus, dass der Fluss von
Lebensenergie, das so genannten Qi, Einfluss auf das Wohlbefinden der
Menschen hat. Markus Schwab: Die Fünf-Elemente-Lehre des Feng Shui
kennt Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser als Ausdruck
unterschiedlicher Energieformen, die in einer Wechselbeziehung
zueinander stehen. Als Beispiel nennt Schwab das Element „Holz“, das
durch grüne Farbtöne, große Pflanzen und hoch aufragende Möbelstücke
symbolisiert werde. Ein Mensch, der - nach den Vorstellungen des Feng
Shui - dem Element „Feuer“ verbunden sei, fühle sich in einem
entsprechenden Umfeld besonders wohl, da das Feuer durch Holz genährt
wird.
„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Wirkung dieser Systeme zu
bewerten“, sagt Markus Schwab. Nicht zu leugnen aber sei die
Faszination, die die verschiedenen Aspekte des „Wohnens mit Feuer“ auch
auf den modernen Menschen in der westlichen Welt haben.
Selbstverständlich sei in diesem Zusammenhang die Anpassung selbst
ausgefallener Feuerkonzepte an die individuellen Wohnwünsche der
Interessenten. Wer mehr wissen möchte bekommt weitere Informationen bei
Markus Schwab (Tel.: 0631/3105682) und im Internet:
www.Vision-Wohnung.de
Autor: Cornelius Bischoff - Quelle: Das Textbüro - Red. Landschau
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